Kita-Sozialarbeit

in der Ev. Kita Plötzensee und der Ev. Kita Regenbogenland

Kindertageseinrichtungen in Berlin, die sich in besonders belasteten Sozialräumen befinden und einen hohen Anteil an Kindern aus sozial-finanziell benachteiligten Familien betreuen, hatten von 2021 bis 2023 die Möglichkeit, finanzielle Mittel des Senats zur Finanzierung einer Stelle für Sozialarbeit zu beantragen (Brennpunktzulage).

Der Ev. Kitaverband Mitte-West beantragte Ende 2021 für die beiden Kindertagesstätten Plötzensee und Regenbogenland diese Sondermittel, da zu der Zeit in beiden Einrichtungen mehr als 30 % der betreuten Kinder Anspruch auf Leistungen des Bildungs- und Teilhabegesetz hatten. Diese Mittel, die im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes gewährt wurden, nutzte der Kitaverband, um einen Sozialarbeiter in Vollzeit, befristet bis zum 31.12.2023, einzustellen.

Die Kita-Sozialarbeit richtete sich an Familien mit Kindern bis zum schulfähigen Alter, die in den Einrichtungen zu diesem Zeitpunkt betreut wurden, stand aber auch allen Mitarbeitenden und den Kindern direkt zur Verfügung.

Die Kita-Sozialarbeit war dabei

  • freiwillig
  • niedrigschwellig
  • präventiv
  • sozialraumorientiert
  • empowernd

Ziel war die Verringerung von Benachteiligungen aufgrund finanzieller und sozialer Hemmnissen in Herkunftsfamilien und somit die Stärkung der Kinder und Sicherung des erfolgreichen Bildungsweges, der in den Kindertagesstätten seinen Anfang nimmt.

Um das Ziel zu erreichen, bot die Kita-Sozialarbeit sowohl Einzelberatung als auch Gruppenangebote an. Konkret gab es unter anderem folgende Angebote:

  • Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte vor Ort durch Beratung und Durchführung von Projekten bzw. Angeboten innerhalb des Kita-Alltags sowie Beobachtungen und Beratungen zu spezifischen Fällen
  • Unterstützung und Beratung der Eltern zu Verwaltungsfragen (bspw. Beantragung eines erhöhten Förderbedarfs, Beantragung Berlin-Pass, Lotsenfunktion innerhalb der Berliner Behörden)
  • Vernetzung zwischen Kitas und Jugendämtern sowie Einrichtungen im Sozialraum (Nachbarschaftstreff, Beratungsstellen, Jugendamt)
  • niedrigschwellige Angebote wie der "Coffee to stay", ein Angebot zum Stehenbleiben, um während der Abholzeit miteinander ins Gespräch zu kommen